My good man, oder: Half of a Yellow Sun

 

Der Women's Prize for Fiction bietet jetzt nicht gerade die Lektüre, die ich in meiner Freizeit angehen würde. Also, eigentlich kann ich das so pauschal nicht sagen, aber ich habe den Eindruck, dass ich nicht die Preisträgerliteraturleserin bin. Jedenfalls habe ich mir diesen Titel ausgesucht, weil ich Chimamanda Ngozi Adichie schon auf dem Schirm hatte und mich generell bemühen möchte, Literatur von jedem Kontinent zu lesen. 

Half of a Yellow Sun ist ein historischer Roman, der in den 60ern in Nigeria spielt. Für die historisch Versierten unter euch sagt das vielleicht schon viel, wohin sich der Plot bewegen wird, ich war natürlich wieder mal vollkommen überrascht von Dingen, die vor mehr als einem halben Jahrhundert passiert sind.

Das Hörbuch, das es bei Libby gibt, ist wirklich toll gelesen, die verschiedenen Akzente werden von der Leserin hervorragend wiedergegeben. Trotzdem hat mich das Buch nicht vom Hocker gerissen. Die Handlung ist zum Teil brutal und unmenschlich, aber trotzdem hat mich das Buch emotional nicht so wirklich abgeholt. Vielleicht, weil es zu viele verschiedene Perspektiven gibt (ja,drei POV sind jetzt nicht exzessiv, aber irgendwie...) Ich bin trotzdem froh, dass ich es gelesen habe, weil ich wieder mal sehr viel Geschichtliches gelernt habe und interessante Fragen zu Patriotismus aufgeworfen werden. 

Es sei angemerkt, dass das Hörbuch nur eine gekürzte Fassung ist, vielleicht gewinnt der Text in voller Länge noch dazu...

... und immer eine steife Brise!

Sarah L. 

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