Warum ich zum fünften Mal teilnehme und motivierter bin denn je...

Mit Jo Waltons All My Children (Empfehlung!) habe ich um Schlag Mitternacht vom 20. auf den 21. Dezember die Popsugar Reading Challenge 2020 abgeschlossen! Woohoo! Damit habe ich es zum ersten Mal geschafft, die Reading Challenge tatsächlich zu beenden.

Aber wie? Ihr habt gedacht ich bin ein Popsugar Reading Challenge-Verteran? Bin ich auch! Das erste Mal habe ich 2016 teilgenommen und seitdem jedes Jahr außer 2019. Also alle guten Dinge sind vier? Naja, nur, weil ich die Challenge in vergangenen Jahren nicht abgeschlossen habe, heißt das ja nicht, dass sie für mich nicht ein voller Erfolg waren.

Tatsächlich habe ich jedes Jahr mehr gelesen als im Jahr davor! Und diese Motivation stammt unter anderem von der Challenge. Ich bin nur in den meisten Jahren irgendwann meiner Laune gefolgt und habe mich nicht mehr so auf die Prompts konzentriert.

Auszug aus meiner Reading Challenge 2020
Das war auch wirklich cool und ich möchte alle dazu anstacheln, die Challenge für einen Motivationsschub zu nutzen. Dieses Jahr habe ich die Challenge aber noch auf eine andere Art und Weiße genutzt: Ich habe meine Lesekomfortzone verlassen und mich in neue Gefilde vorgewagt. Ich habe Fantasyromane, Scifi-Novellas und moderne Klassiker durchgewälzt, die ich in vergangen Jahren vermutlich nicht mal schief angeschaut hätte. Waren alle diese Bücher klasse? NEIN! Es waren auch ein paar wirkliche Blindgänger darunter. (*hüstel* Salman Rushdie *hüstel*) Aber: Es waren auch ein paar neue Favoriten dabei! (Uprooted von Naomi Novik und die Murderbot Diaries von Martha Wells kann ich jedem ans Herz legen.)

Unterm Strich hat es sich für mich wirklich ausgezahlt, auch die etwas mühsameren Kategorien der Challenge anzugehen. Während die letzten Jahre dem Wiederaufflammen dieses wunderbaren Hobbys gedient haben, hat dieses Jahr eine Erweiterung meines Lesehorizonts gebracht.

An dieser Stelle sei gesagt, dass ich nicht ohne meine tollen Lesebuddys über meinen literarischen Tellerrand hinausschauen hätte können. Buddy Reading hat mir definitiv vor Augen geführt, wie bereichernd der Austausch über Bücher ist. Das hat mich auch dazu motiviert, den Blog nochmals aufleben zu lassen. Denn Lesen ist ein wunderbares Hobby, dass umso mehr gewinnt, je mehr man sich darüber austauscht. Anschlusskommunikation heißt das in der Didaktik, glaube ich. Wenn ihr euch jetzt wundert, was dieses Buddy Reading ist, dann geduldet euch noch ein bisschen – dazu kommt ein eigener Eintrag.

Auch im Jahr 2021 wird sich die Challenge wieder mit einigen Büchern füllen lassen, die ich auch so gelesen hätte. Einige Prompts werden mich aber wieder zwingen literarisches Neuland zu betreten und in Nischen zu gucken, die ich sonst übersehen hätte. Darauf bin ich wirklich schon sehr gespannt!

Alles Liebe und immer eine steife Brise! 

Sarah L. 

Kommentare

  1. This was lovely. Und ich kann mich dir nur anschließen. Auch wenn ich die Reading Challenge um zwei Bücher nicht geschafft habe (eines lese ich gerade noch, aber den Medical Thriller werde ich wohl lassen, auch wenn Vampire Chimeras großartig geklungen hat), motiviert sie mich sehr zu lesen und, wie du es schon beschrieben hast, aus meiner Komfortzone rauszulesen. Und der Austausch. Der Austausch bereitet mir viel Freude. Danke für das passende Vokabular dazu. Anschlusskommunikation wird hier gefeiert.

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