A smell only a biologist could love, oder: To be taught, if fortunate


 

Ich habe letztes Jahr meine Zehen vorsichtig ins Pool der Scifi-Bücher gesteckt und erste Schwimmversuche gewagt. Manche waren sehr erfolgreich (MURDERBOT!!!), andere weniger (Autonomous). Ich habe auch ein bisschen recherchiert, welche Bücher sich denn für Einsteiger*innen in dieses Genre eignen und bin auf Becky Chambers gestoßen. Als ich dann gesehen habe, dass dieser Titel bei Sarah Z im Regal der ungelesenen Bücher steht, habe ich es gleich für die Reading Challenge notiert. Und wie es so passiert, haben wir gleich ein Buddy Reading draus gemacht - ein recht kurzes halt.

Wir befinden uns etwa 100 Jahre in der Zukunft und begleiten ein vierköpfiges Austronaut*innen-Team auf ihre Forschungsreise zu drei Exoplaneten und einem Mond in einem 14 Lichtjahre weit entfernten System. Die vier Crewmitglieder sind alle ziemliche Science-Geeks. 

"The surface ice is a lovely postcard, but the liquid water beneath stinks to high heaven. It's an entire ocean of undisturbed brine, warm as a bathtub, brimming with bacteria, chock-full of the remnants of every birth and death that has ever occured within it. It is [...] a smell only a biologist could love."

"There's nothing in existance Jack loves with more ardent passion than rocks, except for dirt, especially dirt that has become rock, and especially if that rock has fossils within."

Dinge passieren und ich habe sehr mit den Charakteren mitgefühlt und am Schluss überraschenderweise geheult. Nicht wegen dem Ende direkt, sondern wegen dem historischen Zitat, das am Ende steht. Fragt mich nicht, ich war am Schluss sehr angespannt und das hat mir so ein bissi den Rest gegeben, weil der Titel des Buches darin vorkommt und das war irgendwie urschön in dem Moment. 

Es wird ganz viel von der mühseligen Arbeit und der Freude der Entdeckungen erzählt und von den ethischen Vorgaben und den alltäglichen Abläufen. Der Text hat einen spannenden Rahmen und deswegen funktioniert er für mich so gut. Kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen, aber erwartet nicht, dass ihr am Schluss so gerüht seid wie ich, da bin ich ziemlich sicher eine Anomalie ^^

...und immer eine steife Brise!

Sarah L.

Sarah. Z's Beitrag zu "To be taught if fortunate"

Sarah L., Leen und ich haben das Buch gemeinsam als Buddy Read gelesen. Um unseren Readingchallenge-Blog nicht mit TBTIF zuzuspamen, hinterlasse ich meinen Blogeintrag gleich inter Sarahs. (Ihren Beitrag habe ich noch nicht gelesen - das möchte ich erst tun, wenn er veröffentlicht ist!)

Ich glaube inzwischen haben alle mitbekomen, dass ich ein großer Fan von Backy Chambers bin. Da ich aber eigentlich kein großer Fan von Novellen (und Kurzgeschichten) bin, habe ich das Buch lang nicht gelesen. Irgendwann hab ichs mal in einem Büchergeschäft mitgenommmen. Als Sarah es in meinem Buchregal entdeckt hat, hat sie es für einen Buddy Read vorgeschlagen - und ich bin sehr, sehr froh, dass sie das gemacht hat! 

Das Buch hat mich echt berührt. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Geschichte ist wirklich toll aufgebaut. Dann die durchaus hoffnungsvolle Stimmung, die Becky Chambers immer zu vermitteln schafft, ohne dabei die aktuellen (und auch zukünftigen) Herausforderungen der Menschheit zu entkräften. Das tollste war wohl, das in diesem Buch wirklich viel Platz für die Liebe zur Wissenschaft blieb, und ein (so finde ich) auch sehr realistisches Bild gezeichnet hat. Auf diesen nur 150 Seiten gibt es soo viele tolle Themen, über die man diskutieren könnte. Auch die Characktekre und ihre Interaktionen, die beschriebenen Szenarien - wirklich ganz große Klasse. 

Wem mich das Buch empfehlen würde? Eigentlich jeden, einfach nur um zu sehen, ob das Buch ähnliches bei Leuten auslöst, die vl. nicht ganz so tief in der Welt der Naturwissenschaft drinnen stecken wie ich. Auf jeden Fall für Leute, die sich für Wissenschaft, den Weltraum, und/ oder eine modernere Gesellschaft begeistern lassen. Die den Gedanken, zu erfahren, wie die Welt auf anderen Planeten aussieht, interessant finden. Und falls ihr diese Novelle zur Hand nehmen solltet - lest es nicht an einem Stück, sondern lasst euch etwas Zeit die Kapitel zu verdauen und lest erst morgen weiter. Ich glaube das braucht das Buch.  

Sarah Z.



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