I expected something different...


 The Left Hand of Darkness

 Ursula K. Le Guin

Sarah Z.:

Ich hatte die Ehre einen Secret Buddy-Read für Sarah, Leen und mich zu gestalten. Nachdem sowohl Leen und Sarah meinten, dass sie gerne mehr Sci Fi lesen würden, habe ich nach von Frauen* geschriebenen Sci Fi-Büchern gesucht und bin so über dieses Werk von Urlula  Le Guin gestoßen. Das Buch ist inzwischen 50 Jahre alt, und mit diesem Buch hat sie als erste Frau sowohl den Nebula als auch den Hugo Award gewonnen. Ich habe gemischte Gefühle. Einerseits ist es wirklich gut geschrieben, und ich hatte das Gefühl einen Klassiker des Genres zu lesen - ich habe mit Begeisterung die Bücher des Ender-Verse gelesen (wobei der Autor wohl eine größere Autorin als JKR ist), und war überrascht, dass das Konzept des Ansibles vielleicht nicht von Le Guin stammt, aber von ihr benannt worden ist! Auch die Sci Fans bekannte Frage nach dem Sinn des Lebens wurde in diesem Buch gestellt. Allerdings hatte ich etwas anderes erwartet. Die Prämisse ist, dass ein Erdbewohner auf einem Planeten ist, um ihnen die Idee zu präsentieren der "galaktischen EU" (credit für diesen Spitznamen geht an Leen) beizutreten. Die Menschen auf diesem Planeten sind weder männlich noch weiblich. Einmal im Monat sind sie "läufig" (ich kenn leider keinen passenderen Begriff) - dabei bilden sich ihre Geschlechtsorgane entweder zu weiblichen oder männlichen um, wobei sie jedes Mal ein anderes Geschlecht einnehmen können. Also eine Gesellschaft, in der jede*r schwanger werden kann. Das hätte ja wirklich interessant werden können - allerdings werden die Mesnchen die ganze Zeit als "he" angesprochen, weshalb es sich wie ein Buch liest, in dem ausschließlich Männer vorkommen (also so wie fast jeder Blockbuster). Noch dazu ist die Hauptfigur, ein Menschenmann, so ein Sexist, und das wird einfach zu wenig gechallenged. Es ist dann viel mehr ein Buch über das Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen, über Verrat und Freundschaft, und zwischendruch gibts auch ein bisschen 1984-vibes. Ich bin einfach mit ganz anderen Erwartungen reingegangen - da war mir zu wenig Alien, zu wenig Weltrau, zu wenig extrapoliert; das Buch hätte zu großen Teilen wohl auch in Grönland spielen können.

Kommentare

  1. Ich glaub, wenn das Buch tatsächlich in Grönland gespielt hätte und das Alien-Element ganz weg genommen worden wäre, hätt sogar eine bessere Geschichte daraus entstehen können.

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