Letztes Jahr habe ich "Loveless" gelesen, und es hat mir wirklich, wirklich gut gefallen. Dann bin ich erst drauf geommen, dass es sich hierbei um die Autorin von "Heartstoppers" handelt - eine zuckersüße Comicreihe. Ich wollte daher unbedingt auch eines von den anderen Büchern der Autorin ausprobieren - auch weil die Covers immer so schön monochromatisch in einer Farbe des Regenbogens gehalten worden sind. (Und wie vermutet gibt es 2,3 Lieder, die "I was born for this" heißen).
I was Born for This
Alice Oseman
Das war nicht mein Buch. Insbesondere in den ersten Kapiteln war es so einfach geschrieben, dass die Sätze einfach plump gewirkt haben. Die Charaktere hätten echt cool sein können (Alice Oseman hat einen eigenen Instagram-Account, wo sie ihre Figuren zeichnet, und ooohh, das sind solche Herzis), aber im Buch habe ich sie als "Hier-ist-eine-Eigenschaft-und-dadurch-charackterisieren-wir-den-Charakter"-Charakter erlebt. Handlungstechnisch geht es in IWBFT um zwei Personen: "Angel", die ein rieesieger Fan von "The Ark", einer Boy Band ist. Und das ist auch ihr ganzer Lebensinhalt - "I don't think I've ever felt anything except The Ark". Ich bin ja selber gerne Fan von Dingen, aber die Privatpersonen hinter Musik und Filmen sind mir eigentlich immer recht egal. Daher kann ich auch überhaupt nicht nachvollziehen, ob das eine realistische Darstellung von gewissen Fans ist, aber im Leben gar nichts mehr zu haben, außer die Liebe zu einer Band? Das konnte ich einfach gar nicht nachvollziehen. Der zweite Hauptcharackter ist Jimmy Kaga-Ricci (okay, Pluspunkte für diesen Namen!), ein Mitglied von "The Ark", über dessen Erzählungen man mitbekommt, wie schwierig es ist in einer Boy Band zu sein, keine Freizeit und Freiheit mehr zu haben und immer von kreischendne Fans begrüßt zu werden. Und das ist die Prämisse des Buchs, dass sich die beiden Treffen, und das tun sie auch, aber... ich weiß nicht, wirklich viel Interaktion ist da eigentlich nicht? Es hat halt mit mir gaaar nicht gevibed, aber gut möglich, dass es für andere DAS Buch ist. Was mir allerdings gut gefallen hat - Angel ist Muslima unt trägt Hijab, und Jimmy ist trans*. Ich finde die Art, wie sie das in die Geschichte einflechtet, ohne dass es groß zum Thema gemacht wird, wirklich schön. Insgesamt habe ich einfach auch mit einem ganz anderen Buch gerechnet. Wenn man auf die 2-Stars-Reviews auf Goodreads klickt, findet man genügend Rezenssionen, denen es ähnlich zu gehen schien. Es ist halt wirklich schade - ich habe das Gefühl, die Autorin hat die Mitglieder von "The Ark" als richtig coole Characktere im Kopf, aber eben nicht zu Papier gebracht - es gab nicht wirklich Platz im Buch, um ihre Persönlihckeiten und Freundschaften ordentlich zu entfalten.
Sarah Z.

Ist immer schade, wenn man mit einem Buch einfach nicht auf einer Wellenlänge ist. Wenn man das irgendwie schon verher wissen könnte...
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