Jamie ist ein schüchterner Junge, der in Georgia aufwächst und mit dem Gedanken spielt später mal in die Politik zu gehen. Wenn da nicht die Sache mit der Nervosität wäre. Und dem Sprechen vor fremden Menschen. Und die daraus resultierende Kotze. Also vielleicht ist Politik doch nichts für ihn, aber er hilft seinem Cousin der ein Assistent beim Campaign Trail des jungen sympathischen Kandidaten der Demokraten in dieser Special Election für den Senat ist. Hauptsächlich holt er Kaffee und Snacks. Doch besagter Cousin will ihn immer wieder dazu drängen canvassing zu gehen (von Haus zu Haus gehen, die Leute an die Wahl erinnern, Fragen ob sie die Demokraten wählen werden, erzählen warum der demokratische Kandidat der bessere ist… In den USA ist diese Art der Belästigung anscheinend nicht unüblich).
Maya hat währenddessen damit zu kämpfen, dass ihre Familie scheinbar auseinander fällt und sie mit niemandem darüber reden kann, da ihre einzige Freundin keine Zeit mehr für sie hat. Auf einem Iftar (Mahl am Abend während Ramadan) trifft sie mit ihrer Mutter auf ihren Freund aus Kindertagen Jamie und dessen Mutter. Die Eltern beschließen spontan, dass die Kinder doch gemeinsam von Tür zu Tür gehen sollen.
Bald blüht die Freundschaft zwischen den beiden wieder auf und auch romantischere Gefühle schleichen sich da dazwischen. In meinen Augen war dieses Buch aber viel stärker darin zu beschreiben wie junge Menschen dazu gebracht werden können, sich für Politik zu interessieren. Indem sie daran Teil haben. Indem ihnen die direkten Folgen von Gesetzesvorschlägen erklärt werden und sie nach Möglichkeiten suchen diese zu verhindern. Indem man sie dort abholt wo sie sind: im Internet.
Die Autorinnen haben dieses Buch nach der einer Special Election in 2017 geschrieben, in der sie sich für den Demokratischen Kandidaten Jon Ossoff engagiert - und leider verloren - haben. Zufälligerweise war gerade in der Woche in der ich das Buch gelesen habe die Stichwahl in Georgia zu der Jon Ossoff wieder angetreten ist (er ist die Inspiration für den demokratischen Kandidaten in Yes No Maybe So), gewonnen hat und somit das erste jüdische Senatsmitglied aus Georgia ist.
Alles in allem habe ich dieses Buch sehr genossen und, auch wenn laut Goodreads Kommentaren die muslimische Repräsentation besser sein könnte, kann es jedem empfehlen, der etwas leicht Verdauliches lesen möchte.

Ich hab das auch als ein sehr süßes Buch empfunden! =)
AntwortenLöschenDas klingt langweilig ^^ aber vielleicht auch nur, weil ich von dem einen Buch, dass ich von Becky Albertalli gelesen habe, wirklich nicht begeistert war...
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