Es ist ziemlich genau 3 Jahre her, dass ich "Ready player One" gelesen habe. Die Nerdiness war einfach nur herrlich (ich habe dem Buch 5 Sterne gegeben), somit war ganz klar dass ich mir den zweiten Teil nicht entgehen lassen werde. Ich präsentiere:
Die Handlung in kurz: nach Teil 1 findet unser Protagonist eine neue Challenge - ebenfalls vom Erschaffer der virtuellen Realität Oasis: Find the Seven Shards to restore the "Siren's Soul", nur diesmal gibt es einen Kontrahenten der ihm dazwischenpfuscht...
Vorab, das Buch kriegt ziemlich viel Heat auf Goodreads ab, ja, Sequels habens halt immer schwer und ich muss auch zustimmen, dass Teil 2 bei weitem nicht so gut wie Teil 1 ist.
1. Wade- der obsessive easter egg Hunter war einfach ein sympathischer Kerl in Teil 1. Nerdig, zielstrebig, loyal. In Teil 2 hat er sein Erbe der Oasis angetreten und wie soll ich sagen, Macht und Reichtum haben ihn nicht gerade zu einem besseren Kerl gemacht
2. Information dumping- was beim Hören sicher nicht so schlimm ist, vor allem wenn Wil Wheaton vorliest ist beim Lesen sicherlich noch mühsamer, ganze Sequenzen über die technischen Gerätschaften, aber vor allem 80ies Trivia. Es gibt eine ganze, sehr lange Sequenze die auf einem Planet dedicated to the artist formerly known as Prince spielt, es ist zach, wenn man kein Prince fan ist und nicht sehr elegant gemacht. Beim Lesen hätte ich da sicher einfach drübergeflippt
3. Der Hauptquest geht irgendwie unter - er setzt erst relativ spät ein und ist dann irgendwie gestresst und ein bisschen lieblos runtergeratscht, ich kann es schlecht beschreiben aber es funktioniert halt bei weitem nicht so gut wie in Teil 1.
4. Convenient writing - zufällig gibt es für jedes Problem einen Spezialisten im Team, der sich jahrelang mit dem entsprechenden Thema beschäftigt hat, sämtliche Trivias kennt, alle Quests auf einem bestimmten Planeten durchgespielt hat etc.
Warum Teil 2 jetzt trotzdem 4 Sterne kriegt:
- absolutes Nerdfest, again. Es gibt eine Princess Bride Sequenz, eine Molly-Ringwald Sequenz (ich hab danach Pretty in Pink, 16 candles und breakfast club geschaut), eine Mittelerde Sequenz (die ich sehr gefeiert habe weil ich jetzt endlich weiß wozu ich letztes Jahr Beren und Luthien gelesen habe. Nur hierfür!
- Die anderen Charaktere neben Wade, ihre Beziehungen zueinander und wie sie erwachsen geworden sind hat mir gefallen.
- Wil Wheaton macht seine Sache großartig.
Zusammengefasst, um eine andere Reviewerin zu zitieren:
Was this sequel unnecessary? Yes.
Did I still enjoy reading it? Yes.
Did I still enjoy reading it? Yes.
PS: Ich hatte Probleme das Buch in die Reading challenge zu pressen, daher habe ich es unter "somewhere I'd like to visit in 2021" eingeordnet weil 1. die 80er eine coole Zeit waren, und 2. ich davon ausgehe dass unsere visits auch 2021 großteils virtuell sein werden, passt dann ja wieder irgendwie^^

Eigentlich hatte ich die Idee, die Fortsetzung zu lesen, schon abgeschrieben, aber dein Blogbeitrag bringt mich jetzt doch ins Wanken.. vl nächste Jahr =)
AntwortenLöschen(Und ja, wenn schon virtuell, dann in die Oasis, ist ein gutes Reiseziel für 2021 ;) )
Wenn man was Mühsames liest und dann doch eine Anwendung findet... tolles Gefühl!
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