Lange Buchtitel sind nervig, oder: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten
Nachdem die Schwarze Madonna das Thema (Anti-)Rassismus im Büchermontag aufgeworfen hat, haben wir mit einem sachlicheren Buch zu diesem Thema weitergemacht. Ein wirkliches Sachbuch ist es nicht, es behandelt verschiedenste Themen ausgehend von den persönlichen Erfahrungen der Autorin. Dieses Format ist sowohl die Stärke als auch die Schwäche des Buchs. Zum einen macht es das Thema sehr nahbar, man bekommt eine gute Sicht darauf, wie es ist, tagtäglich mit Alltagsrassismen umgehen zu müssen. Zum anderen gleitet es stellenweise, vor allem im letzten Kapitel, in eine Autobiografie ab, die mir dann zu dem Thema Rassismus selbst nicht mehr viel sagt.
Viele der angesprochenen Themen und Problematiken waren mir ja schon aus Tupoka Ogettes "Exit Racism" bekannt, neu waren für mich aber die Kapitel zum Körper und die "Industrie der Hilfsorganisationen" und die Weisenhausproblematik. Das war für mich, glaube ich, das wertvollste Kapitel.
Als Einstieg finde ich "Exit Racism" noch besser, aber es ist schön, dass es deutsche Bücher zum Thema gibt und dass ich auch hier wieder neue Aspekte des Themas kennengelernt habe.
... und immer eine steife Brise!
Sarah L.

Ich fand das Kapitel, dass Sie an ihren nächsten Partner gerichtet hat, sehr spannen - insbesondere in der Hörbuchvariante!
AntwortenLöschen(Die Kapiteln zur Familie haben für mich auch nicht ganz zum Rest gepasst - diese Teile habe ich ja erst nach dem Büchermontag gelesen, also dachte ich ich gebe hier nochmal meinen Senf dazu =) )
Die Statistiken und Zitate in dem Buch waren größtenteils nicht neu für mich, aber ihre eigenen Erfahrungen haben das Buch absolut lesenswert gemacht. Hat auch für mich super als Hörbuch funktioniert!
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