September

Anscheinend hab ich im September viele Kurzgeschichten gelesen. Liest noch jemand das Blog? :)

Cho, Zen: Spirits Abroad [SSC]: Kurzgeschichtensammlung voller charmanter Geschichten, großteils basierend auf malayischem Geister-/Fantasiewesen. Hat mir sehr gut gefallen.

Clear, James: Atomic Habits: Gute Zusammenfassung, wie man sich Angewohnheiten anlernt oder los wird. (Ich glaub, ich hatte das alles schon woanders gelesen.)

Doege, Ralph: Yume. Träumen in Tokio: Ein Mann besucht Tokio, um seinem im Koma befindlichen Bruder zu helfen. Ich hab nichts damit anfangen können.

Engelstein, Geoff: Gametek: Sammlung von Podcastfolgen über Brettspiele und Theorie dazu; die meisten kannte ich schon vom Podcast. Interessant, einiges davon würde ich auch in länger lesen.

Griffith, Nicola: Ammonite: Eine Anthropologin bekommt ein Einwegticket auf einen Planeten, auf dem ein Virus alle Männer und 20% der Frauen umgebracht hat, die ihn erforscht haben. Es wurde noch nicht viel Kontakt mit den Ureinwohnerinnen hergestellt, aber sie bricht sofort auf, um das zu ändern und den Spuren ihrer Vorgängerin zu folgen. Dabei lernt sie viel über den Planeten und sich, und auch den Virus. Interessante Gesellschaft & Persönlichkeitsentwicklung.

Griffith, Nicola: So Lucky: Eine erfolgreiche Frau mitten im Leben bekommt MS und muss mit ihren Einschränkungen umgehen lernen, aber viel mehr noch damit, wie sie von ihrer Umwelt als "Behinderte" behandelt wird. Ihr Zugang besteht aus viel Wut und Ärger. Wieder einmal frage ich mich, wie viel autobiographisches Element in diesem Buch steckt - keine Ahnung, wieso mir das so wichtig ist, aber ich tu mir leichter, wenn eine abstrakte Figur sich sonderbar verhält, als wenn ich mir denke, das hat eine Frau wirklich so erlebt. Gut geschrieben, aber ich komme mit der Hauptfigur nicht ganz zurecht.

Hurley, Kameron: The Light Brigade: Soldaten werden als Licht an ihre Einsatzorte geschickt. Bei einem davon geht das allerdings öfter mal schief und er landet ganz woanders. Gut aufgebaute Welt, spannende Geschichte (vor allem ab ca. ein Drittel, wo man mehr erfährt, davor etwas zu sehr "normale" Soldatengeschichte), und eine Message hat's auch noch, was will man mehr! Sehr gut.

Ishiguro, Kazuo: Bei Anbruch der Nacht: Kurzgeschichtensammlung mit gemeinsamen Thema Musik. Etwas wurscht.

Lord, Karen: The Best of All Possible Worlds: Eine ganze Welt wird zerstört. Die Überlebenden müssen sich überlegen, wie sie ihre Kultur und ihr Volk (nur eins anscheinend) erhalten wollen. Das Buch erzählt das im Umfeld einer Reisegruppe auf einem anderen Planeten, auf dem sie schauen, wo sie hinpassen könnten oder wen sie heiraten könnten. Trotz des Setups und auch einiger negativer Ereignisse ein Wohlfühlbuch. Ich glaube aber, ich werde mir nicht viel davon merken.

Miéville, China: Looking for Jake: Kurzgeschichtensammlung. Manche waren Fragmente von etwas, von dem ich gerne mehr gelesen hatte, im Schnitt aber nur 'geht so'.

Newman, Emma: After Atlas [Planetfall 2]: Eine Frau, die mit Atlas mitflog, hat ihren Mann und ihr Kind auf der Erde gelassen. Der Mann ist verzweifelt, weil er mitwollte, und vernachlässigt sein Kind; später tritt er sogar einem Kult bei, dem Circle. Das Kind flieht und baut sich nach vielen Mühen als auf Morde spezialisierter Polizist in England seine eigene Existenz auf. Allerdings ist er nicht frei, sondern gehört der Polizei für die nächsten 50 Jahre. Er wird zu einem Mordfall hinzugezogen, als die Leiche des Kultführers in England gefunden wird, und versucht den Fall aufzuklären. Dabei kommt er auf ein großes Geheimnis und muss sich überlegen, wie er damit umgeht. Sehr gut!

Okorafor, Nnedi: Kabu-Kabu: Kurzgeschichtensammlung im Stil von African Futurism. Manche Fragmente waren mir zu kurz, manche (meistens andere) haben Lust auf längere Erzählungen gemacht.

Palmer, Ada: Seven Surrenders [Terra Ignota 2]: Ein Haufen Geheimnisse kommen ans Licht und erschüttern die Welt. Die Hives müssen schauen, ob sie diesen Erschütterungen gewachsen sind (aber siehe Titel). Hat mir, wie schon der erste Teil, sehr gut gefallen, auch wenn man sich in diesem Band im Verhäeltnis zum ersten schon sehr gut auskennt.

Pink, Daniel H.: When: Sammlung von Ergebnissen zum richtigen Zeitpunkt, zumindest wird es so verkauft. Es war kurzweilig zu lesen, aber ich hab mir für den Alltag nichts mitnehmen können.

Pratchett, Terry: I Shall Wear Midnight [Tiffany Aching 4/Discworld 38]: Tiffany hat ihren eigenen Bereich, der früher nie eine Hexe hatte, aber jetzt damit ganz gut zurecht kommt, und sie hat immer was zu tun. Allerdings ist ihr Love Interest verlobt (mit jemand anderem) und sie merkt, dass irgendwie Hexen einen schlechten Ruf zu bekommen scheinen. Wie kann sie das wieder reparieren? Dieser Band hat mehr betont, wie viel Arbeit es ist, eine Hexe zu sein, und es war deswegen auch mehr Arbeit, den Band zu lesen; mir kam vor, es war einfach auch weniger lustig als Unseen Academicals, den ich vor kurzem gelesen habe. Ok, aber wohl der schwächste Band der Tiffany-Reihe.

Tuchman, Barbara: August 1914: Die ersten 6 Wochen des ersten Weltkriegs, von der Kriegsentscheidung bis zum Ende des Vormarschs der Deutschen in Frankreich. Sehr detailliert, beschreibt es viele historische Persönlichkeiten und ihre Entscheidungen und auch Temperamente, und wie Entscheidungen viel zu lang beibehalten werden können, oder wie persönliche Einstellungen/Entscheidungen einzelner Schlachten oder Kriege beeinflussen können. Sehr dicht, aber interessant.

Walton, Jo: Or What You Will: Eine Muse lebt im Kopf einer Schriftstellerin, die schon sehr alt ist, und mag nicht mit ihr sterben. Deswegen sucht sie einen Weg, wie sie mit ihr gemeinsam in eine ihrer Fantasiewelten verschwinden kann, in der Leute unendlich alt werden können. Interessante Einsichten ins Renaissance-Florenz und auch anderes, aber die Gesamtstory hat für mich einfach überhaupt nicht funktioniert.

Yolen, Jane: How to Fracture a Fairy Tale: Fabelgeschichten und Märchen mit leicht verändertem Setup, Erzähler:in oder Punchline. Gut.

Kommentare

  1. In letzter Zeit hab ich nur Buchclub Bücher gelesen oder solche für die schon ein blogeintrag existiert (six of crows, one last stop) aber ich gelobe Besserung! Funktioniert after atlas auch ohne teil 1,das klingt spannend!

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  2. Ja, After Atlas spielt in der selben Welt wie Planetfall, aber man kann es gut standalone lesen.
    Wobei ich die anderen Teile auch sehr empfehlen kann!

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