Sarah, aufpassen, ich bin mir nicht sicher, dass du meinen Scholomance Eintrag unten spoilerfree findest...
Adjei-Brenyah, Nana Kwame: Friday Black: Kurzgeschichtensammlung mit einigen sehr guten Geschichten, oft betont aus Sicht von unterdrückten, von Rassismus Betroffenen.
Borghossian, Peter & Lindsay, James: How to Have Impossible Conversations: Wie man mit Leuten diskutiert, die einen völlig anderen Standpunkt vertreten, als man selbst, und wie man vielleicht sogar durchkommt. Sehr interessant, das muss ich vermutlich noch öfter lesen, um es mir zu verinnerlichen.
Effinger, George Alec: Ein Feuer in der Sonne [Marîd Audran 2]: Marîd ist jetzt gegen seinen Willen Polizist und muss mehrere parallel auftretenden Probleme behandeln - eine Erbschleicherin, eine Mordserie, und einen Babyhändler. Der Charakter funktioniert gut und es war spannend und flüssig zu lesen. Es passiert aber vor allem im Vergleich zum ersten Teil relativ wenig Problematisches für die Hauptfigur und er findet Lösungen für alles. Warum das Viertel (und vor allem sein Schwarm) ihn dann auf einmal besser mögen, ist mir auch nicht ganz klar geworden... und es bleibt viel Längerfristiges offen, aber ist ja auch der zweite Teil einer Trilogie.
Effinger, George Alec: Der Kuß des Exils [Marîd Audran 3]: Der eindeutig schwächste Teil der Serie. Nach einer geschobenen Verurteilung wegen Mords werden Friedlander Bei und Marîd ins Exil in die Wüste geflogen und überleben nur dank der Hilfe eines freundlichen Bedu-Stamms. Wieder in die Stadt heimgekommen, versucht Marîd den Mord zu klären und sich zu rächen. Marîd kommt nicht aus seiner Haut, und meine Sympathie für ihn ist inzwischen einfach erloschen, und auch sein Auslandsaufenthalt bringt ihn nicht weiter. Dazu fand ich noch die Lösung des Falls unbefriedigend. Hat mir leider nicht wirklich gefallen.
Fried, Seth: The Municipalists: Ein Mensch, angestellt bei der wohlangesehenen Städteverwaltung, wird von einer KI begleitet ausgeschickt, herauszufinden, was in Metropolis passiert ist. Dort darf der beste Städteverwalter schalten und walten, wie er will, aber es sind eben ein paar sonderbare Unfälle (oder terroristische Anschläge?) passiert. Nette Ideen, nette Freundschaft, ich werd's vermutlich schnell vergessen.
Haidacher, Ulrike: Die Party: Eine junge Frau wird spontan auf eine Party eingeladen. Inhaltlich passiert nicht viel, in den Gesprächen geht es (indirekt) aber um Feminismus und Bobos. Unterhaltsam, eher einfach zu vergessen.
James, Marlon: Black Leopard, Red Wolf [Dark Star 1]: In einer afrikanisch angehauchten Welt mit Magie sucht ein Schnüffler mit einem Wolfsauge einen Jungen, an dem viele verschiedene Parteien interessiert sind. Stilistisch schwierig zu lesen wegen seiner eigentümlichen, vielleicht an eine bestimmte Sprechweise angelehnten Art, ist das faszinierende eher die Welt und was in ihr geht oder nicht geht, bzw. was die einzelnen Leute wollen. Es fehlt mir aber auch das Vertrauen in den Autor, dass er das beste für seine Figuren will, insbesondere der Hauptfigur geht es doch sehr oft sehr schlecht. Es ist Teil einer Trilogie, aber geht sehr gut auch als einzelstehendes Buch, es bleiben aus meiner Sicht keine wichtigen Fragen offen, aber ich glaube auch nicht, dass die Haupfigur eine tragende Rolle in den weiteren Bänden spielen wird.
Link, Kelly: Stranger Things Happen: Eine Sammlung alter Kurzgeschichten der Autorin, die mir allerdings nicht gefallen hat.
Martin, George R. R./Snodgrass, Melinda M.: Three Kings [Wild Cards 28]: Mosaiknovelle über den Tod der britischen Königin und die drei potentiellen Erben, unter Verwendung vieler Figuren aus dem vorigen Band der Serie. Die meisten müssen Privatleben gegen öffentliche Interessen abwägen, und es fällt ihnen schwer, aber wenn es dann hart-auf-hart ging, waren die Entscheidungen recht schnell und schienen einfach. Manche von den Szenen haben auch nur Sinn ergeben unter dem Gesichtspunkt von "das muss jetzt passieren, damit die Geschichte weitergeht" und weniger aus der Position der Figuren. Flott zu lesen, im Nachhinein eher "geht so".
Newman, Emma: Before Mars [Planetfall 3]: Eine Geologin wird auf den Mars geschickt, um dort Bilder zu zeichnen. Sie findet eine Notiz von sich, an die sie sich nicht erinnert, und auch sonst passieren sonderbare Sachen. Wird sie paranoid wie ihr Vater? Wieder einmal eine interessante Mischung aus Psychologie und Science Fiction. Sehr gut!
Novik, Naomi: The Last Graduate [Scholomance 2]: El hat endlich FreundInnen und eine Allianz, aber es kommt ihr immer mehr der Gedanke, dass die zu retten nicht genug ist. Der endgültige Plan, von den meisten in der Schule unterstützt, ist aber dann eine komplette Umkehrung der Idee der Schule... Die ersten Kapitel hab ich als Buddyread gelesen und zu jedem Kapitel einen kurzen Kommentar abgegeben, das hat das Buch aber nicht gut vertragen. Als ich damit aufgehört habe, hat das Buch seinen Sog entwickeln können und ich hab es mehr oder weniger in einem fertig gelesen. Ich hab mir auch wieder schwer getan mit Els Grundeinstellung (wie auch schon im ersten Buch), wobei ihr Familiar, eine Maus, geholfen hat, dass es besser wird -- und ich hab mir die ganze Zeit gedacht, wie soll sich das alles ausgehen (inkl. der dunklen Prophezeiungen über sie bzw. Orion) - letzteres bleibt auch nach Ende des Buchs. Spannend, aber eigentlich mag ich mir das Urteil vorenthalten bis nach dem Ende des letzten Bands der Trilogie.
Pratchett, Terry: Snuff [Discworld 39]: Vimes macht Urlaub auf dem Familiensitz seiner Frau. Als Polizist kann er aber seine Schnüffelnase nicht abstellen und kommt bald einem großen Übel auf die Spur. Nur, wie kann er es wiedergutmachen? Die erste Hälfte gefiel mir gut, die zweite war mir zu actionlastig und es gab nicht wirklich einen Arc/eine Bedrohung, Vimes löst halt vor sich hin, es lief also etwas zu einfach für mich. Ok.
Reid, Nova: The Good Ally: Antirassismusbuch für nicht direkt Betroffene. Ich fand es gut geschrieben und es hat mir ein paar Ideen gegeben, aber ich glaube, ich muss es noch mal lesen, es ist noch mehr drin, was ich mir mitnehmen kann.
Seth, Vikram: A Suitable Boy: Sehr breit aber nicht sehr dichte Erzählung über das Indien der frühen Fünfzigerjahre. Sehr viele Leute aus einem breiten Bekanntschaftskreis bekommen ihre eigenen Kapitel und beleuchten so die Gesellschaft. Ich hab es über 600 Seiten lang probiert, aber ich hab die meiste Zeit kämpfen müssen. Es ist nicht schlecht geschrieben, aber es ist auch nicht interessant genug und es passiert mir zu wenig. Fad, und enttäuschend, weil ich wegen einer sehr positiven Review hohe Erwartungen hatte.
Wolfe, Gene: The Best of Gene Wolfe: Kurzgeschichtensammlung von Gene Wolfe. Ich hab mich durch einige durchgekämpft. Eine war der Mühe wert, die anderen nicht, und ich hab mir bei jeder Geschichte wieder schwergetan, überhaupt reinzukommen; deswegen hab ich aufgehört.
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